Accept – Symphonic Terror 2019
Wenn der „Heimathafen“ ruft, dann meist mit einer ordentlichen Portion Pathos. Für Wolf Hoffmann, Mastermind von ACCEPT, hätte die Kulisse für den Auftakt seiner „Symphonic Terror Tour“ am 20.04.2019 kaum passender sein können. Die Historische Stadthalle Wuppertal bildete den edlen Rahmen für ein Experiment, das weit über das übliche „Metal-Band plus Streicher“-Konzept hinausging.
Accept in Wuppertal 2019: Ein Heimspiel der Extraklasse
Die Erwartungen in der ausverkauften Stadthalle Wuppertal waren hoch. Immerhin markierte dieser Abend nicht nur den Tourstart, sondern auch eine Rückkehr zu den Wurzeln von Wolf Hoffmann. Dass das Event unter dem Banner „Symphonic Terror“ stand, war Programm: Gemeinsam mit dem Orchestra Of Death (dem tschechischen National-Symphonieorchester) luden ACCEPT zu einer dreiteiligen musikalischen Reise ein.
Drei Akte zwischen Metal-Hymnen und Klassik-Adaptionen
Der Abend war dramaturgisch klug aufgebaut. Ohne Support-Act starteten ACCEPT im ersten Teil gewohnt druckvoll als klassisches Metal-Gefüge. Mit Songs wie „Die by the Sword“ und „Restless and Wild“ wurde das Fundament für das gelegt, was noch folgen sollte.
Im zweiten Teil des Abends rückte die „Headbangers Symphony“ in den Fokus. Wolf Hoffmann interpretierte, unterstützt vom Orchester, Klassik-Adaptionen von Mozart, Beethoven und Vivaldi. Besonders das Zusammenspiel mit der Violinistin Ava-Rebekah Rahman verlieh Stücken wie der „Symphony No. 40“ eine Dynamik, die man in dieser Präzision im Metal-Sektor selten findet.
Symphonic Terror: Die Fusion beider Welten
Der dritte Akt brachte schließlich die lang erwartete Verschmelzung. Das Orchester verlieh ACCEPT-Klassikern wie „Princess of the Dawn“ oder „Shadow Soldiers“ ein völlig neues, episches Volumen. Mark Tornillo am Mikrofon bewies einmal mehr, dass seine Reibeisenstimme auch gegen einen massiven Klangkörper aus Blechbläsern und Streichern problemlos bestehen kann.
Ein besonderes Highlight für die Fans vor Ort: Die Premiere der neuen Besetzung. Mit Martin Motnik am Bass und Phil Shouse als drittem Gitarristen wirkte die Band frisch und spielfreudig wie lange nicht mehr.
Fazit: Ein triumphaler Tourstart
Spätestens bei der finalen Zugabe „Balls to the Wall“ gab es in der sonst eher gesetzten Bestuhlung der Stadthalle kein Halten mehr. Accept und das Orchestra Of Death haben in Wuppertal bewiesen, dass klassische Finesse und teutonischer Stahl eine hochexplosive und zugleich würdevolle Symbiose eingehen können.
Setlist-Highlights (20.04.2019):
Balls to the Wall (Finale)
Die by the Sword (Accept pur)
Symphony No. 40 (Mozart) (Wolf Hoffmann & Orchestra)
Pathétique (Beethoven) (Wolf Hoffmann & Orchestra)
Princess of the Dawn (Symphonic Version)
Metal Heart (Symphonic Version)
Accept and The Orchestra Of Death

































































































